National
Safer Nightlife Schweiz
2010 fand die „Club Health-Konferenz“, der wichtigste Fachkongress zum Thema „Nachtleben und damit verbundene Risiken“, zum ersten Mal in Zürich statt. Safer Clubbing war Mitglied der Steuergruppe und war aktiv an der erfolgreichen Umsetzung beteiligt.
Im Anschluss an die Club-Health-Konferenz bildete sich im Herbst 2010 eine Kerngruppe, um die Lücken im Fachbereich durch den Aufbau eines schweizerischen Kompetenznetzes zu schliessen. Koordiniert wird das Netzwerk von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht. Safer Clubbing ist Mitglied dieser Kerngruppe und arbeitet aktiv in diesem Gremium mit.
Projekt „Einlassverweigerung in Clubs/Vorwurf Rassismus“
2009 setzte Safer Clubbing zusammen mit dem Verein BAMIZ ein Vorprojekt zum Thema „Einlassverweigerung in Clubs“ im Auftrag der Fachstelle für Rassismusbekämpfung Bern erfolgreich um. Wir sind aktuell damit beschäftigt, die Details des Nachfolgeprojektes zu diesem Thema auszuarbeiten, um die Auseinandersetzung noch zu vertiefen.
Ziel des Projektes ist, dass die Öffentlichkeit weiss, dass jeder Mann und jede Frau unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund in den Clubs willkommen ist, sofern sie oder er sich an die Grundregeln hält. Wir möchten aber auch der Frage nachgehen, weshalb junge Menschen mit Migrationshintergrund in der Clublandschaft häufiger auffallen und welche Massnahmen einen Beitrag zur Minderung der Problematik leisten können.
Geplant ist die Umsetzung dieses Projektes im Jahre 2012.
Online-Umfrage zu Legal Highs und zu neuen synthetischen Substanzen
Bislang ist wenig über die Verbreitung und die Risiken von „Legal Highs“ und „Research Chemicals“ (psychoaktiv wirksame neue Substanzen wie Spice oder Mephedron) bekannt. Warum die Konsumenten und Konsumentinnen diese Produkte konsumieren, und welche negativen Auswirkungen der Konsum mit sich bringen kann, ist noch weitgehend unerforscht. Diese Online-Befragung soll hierzu erste Erkenntnisse liefern. Die Ergebnisse tragen zur Entwicklung von Hinweisen zu einem risikobewussten Umgang mit Legal High-Produkten bei.
Die Räuchermischung „Spice“ war eines der ersten Legal High-Produkte, das grössere Bekanntheit erzielte. Legal Highs werden oft als „Räuchermischungen“, „Raumduft“, „Pflanzendünger“, „Badesalz“, „Bongreiniger“ oder als Reinsubstanzen, sogenannte Research Chemicals, in Internetshops angeboten. Der Vertrieb von Legal Highs ist häufig nur vermeintlich legal, Händler nutzen dabei rechtliche Grauzonen. Ein Teil dieser Produkte wird auch mit falschen Deklarationen verkauft. Mögliche gesundheitliche Risiken dieser Substanzen sind weitgehend unbekannt, KonsumentInnen nehmen somit die Rolle eines „Versuchskaninchen“ ein.
Die Online-Umfrage wird vom Centre for Drug Research an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Auftrag des Bundesamt für Gesundheit und unter Mithilfe von Infodrog, der Arbeitsgruppe F&F Nightlife, der Fachgruppe Nightlife, Safer Nightlife Schweiz sowie dem Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF Zürich durchgeführt.
Die Befragung ist anonym und lässt keine Rückschlüsse auf die teilnehmenden Personen zu. Wir würden uns über Ihre Teilnahme freuen.
Link zur Online-Umfrage: